Bedürfnisse, Belohnungen und Motivation – Teil 4

Bedürfnisse, Belohnungen und Motivation – Teil 4

Schön, dass du auch jetzt gerade wieder dabei bist!

Falls du die ersten 3 Teile der Reihe verpasst hast, kannst du dich hier in Teil 1,  Teil 2 und Teil 3 einlesen 😉 Denn heute geht es mit der extrinsischen Motivation weiter.

Extrinsische Motivation – was ist das?

Diese Motivation kommt immer von außen.  Das Versprechen auf Belohnung motiviert ihn ein Verhalten zu zeigen. Auch die Angst vor Strafe kann deinen Hund dazu motivieren sich anzupassen.

Ziel ist sich einen Vorteil durch eine Belohnung zu verschaffen oder etwas Unangenehmes zu vermeiden.

Unser Lesetipp für dich:
Lernverhalten

Bei allen Verhaltensweisen, die du deinem Hund beibringst und auf die er ohne deine Hilfe nicht kommen würde spielt diese Art von Motivation eine Rolle (Grundgehorsam: Sitz, Platz, Hier usw, Tricks, Gerätearbeit uvm.)

Biene motiviert beim Slalomlaufen

Alle Motivationsarten ziehen eine bestimmte Handlung und ein bestimmtes Verhalten nach sich, ob sie nun vom Hundehalter gewünscht sind oder auch nicht. 

Ob wir das gewünschte Verhalten beim Hund erreichen, hängt alleine von den Fähigkeiten unserer Umsetzung und dem Einhalten von Lerngesetzen ab.

Unser Lesetipp für dich: Lerngesetze verstehen

Welche Art der Motivation wir für das Erreichen unserer Ziele in Zusammenarbeit mit unserem Hund einsetzen, kommt auf folgendes an:

  • Fachwissen
  •  Fairness und Verständnis
  • deiner persönlichen Einstellung
  • deiner gewünschten Beziehung zu deinem Hund.

Leider wird immer noch all zuoft die Art der “Meidemotivation” verwendet, da sie auf den ersten Blick schnell hilft.

Bei der Meidemotivation lernt der Hund vorallem, dass der Mensch echt sch… ist. Er führt das erwünschte Verhalten nur aus um einen eventuellen Reiz zu entgehen, der für ihn unangenehm werden könnte. Z. B. das Rupfen und Reißen an der Leine.

Unser Veranstaltungstipp für dich:
Wie lernt mein Hund?

Der Hund soll ordentlich „bei Fuß“ gehen, tut es aber nicht, weil man es ihm nicht schrittweise beigebracht hat! Nun bekommt er immer und immer wieder einen scharfen Ruck an der Leine und meist wird das Signal auch besonders streng gezischt.

Hier findet bei genauem Hinsehen nur eine Hemmung des Verhaltens statt und kein gewünschter Lernprozess. Der Hund lernt nur „etwas zu vermeiden“, aber nicht das, was wir von ihm sehen möchten.

Wir freuen uns, wenn wir dich dazu motivieren können deinen Hund mit anderen Augen zu betrachten und beobachten zu können und vielleicht wirst du dadurch die eine oder andere Verhaltensweise von dir optimieren.

Vielen Dank, dass du meinen Artikel bis zum Schluss gelesen hast.
Ich freue mich sehr auf jegliches Feedback, über deine Meinungen und Gedanken und freue mich wenn du den Artikel weiter teilst.

Lust weiter zu lesen?

Über die Autorin
Saskia Katharina Siebel

Ich bin leidenschaftliche Hunde- und Menschentrainerin und eine absolute Herzensangelegenheit ist die Tierfotografie.

Seit einigen Jahren schreibe ich regelmäßig Blogartikel (die es manchmal auch in sich haben) und trotzdem ist das Feedback von euch darauf großartig. Viele von euch nehmen sich meine Worte zu Herzen und viele von euch fangen an sich und ihr Verhalten zu reflektieren. Somit hab ich mein Ziel erreicht 🙂

Ich wünsche mir ein friedvolles, faires und stressfreies Miteinander für jedes Mensch-Hund-Team. Dazu gehört aber mehr als nur Gassigehen und dem Hund Signale beibringen.

Das Wichtigste ist:

Arbeite an dir und lasse dich auf deinen Hund ein. Lerne deinen Hund zu verstehen. Lerne deinen Hund zu lesen. Sei mit Verstand und Herz dabei!

Das Ergebnis wird dich staunen lassen!

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