Vom Tod und vom Leben …

Vom Tod und vom Leben …

Lebt und genießt jeden Tag mit eurem Hund, als wenn es euer letzter wäre…

Meine Gedanken und Gefühle zum Thema Tod, zum Leben, Unachtsamkeit und Selbstverständlichkeit

Wie oft bedankt ihr euch (bei wem auch immer!) ganz bewusst, dass eure Tiere gesund sind?

Wie oft erwischt ihr euch dabei, die Gesundheit und das DA SEIN eures Hundes mit all seiner bedingungslosen Liebe als selbstverständlich anzusehen?

Wie oft ist ein Tag vergangen, in dem ihr nicht gekuschelt oder gemeinsam gespielt habt?

Wie oft seid ihr von eurem Hund genervt gewesen, nur weil er wieder irgendetwas nicht gut gemacht hat?

Der tägliche Job von meinem Ehemann und mir ist es in erster Linie Hunde zu erziehen und sie artgerecht zu beschäftigen und die Menschen im Umgang und in ihrem Wissen zu schulen. Doch es gibt noch so viele wichtigere Themen und Dinge, die wir nicht aus den Augen verlieren dürfen!

Ich lasse euch heute an meinen Gedanken und Gefühlen teilhaben, da ich euch bewusst machen möchte, wie schnell ein (Hunde)-Leben vorbei sein kann oder wie schnell sich ein „normales“  Leben durch Krankheit verändern kann und ich niemals sagen möchte: Hätte ich mal….

Woran möchte ich euch teilhaben lassen:

  • Der Umgang mit dem Tod
  • der Entscheidung des Einschläfern
  • der Unachtsamkeit und Selbstverständlichkeit bei Gesundheit und
  • was macht das Leben eines Hundes lebenswert

Ich hoffe und wünsche mir, dass ihr nach diesem Blogartikel euren Hund und eure Beziehung aus einem anderen Blickwinkel sehen könnt und euer Verhalten für euren Hund ggf. ändert.

Bagira. Mein Seelenhund, mein Seelenpartner, mein Engel.

Bagira wird heute am 19.04.2020 5 Jahre alt. Für uns ein besonderer Tag! Und das er dieses, für ihn stolze Alter, überhaupt erreicht hat, grenzt an ein Wunder….

Bagira hat durch eine unglückliche Verpaarung des Züchters so einige Gendefekte (Wobbler-Syndrom, Patellaluxationen, OCD) mit in sein Leben gebracht, die uns von Anfang an immer wieder an unsere und auch an seine Grenzen gebracht haben.

Mit 16 Lebenswochen stand die erste große OP an. Wolfgang und ich haben tagelang immer wieder hin und herüberlegt, gefühlt, gedacht, geweint, getobt. Treffen wir die Entscheidung ihn schon als Baby über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen oder nicht???

Wir haben uns immer wieder gefragt, ob das was an OP´s vor ihm und uns liegt, wir nur für unser Ego und unser Herz tun oder ob auch er ein Recht auf Leben hat. Wir Menschen können einfach so über ein Leben bei unseren Tieren entscheiden. Aber wer entscheidet, ob es auch im Sinne des Hundes ist???? Dieser kleine Kerl war trotz seiner körperlichen Einschränkungen immer ein lustiger, lebensfroher Welpe. Er hat sich nie aufgegeben – bis heute nicht. Wer gibt uns das Recht sein Leben einfach so zu beenden?

Wir haben uns damals entschieden mit ihm zusammen den harten Weg zu gehen. Es fühlte sich richtig an. Mein Herz und auch meine Seele haben gesagt: Dieser Hund will leben! Ich kann es euch nicht erklären oder wirklich in die richtigen Worte fassen, doch einschläfern war keine Option.

In den letzten 5 Jahren wurde Bagira 11 Mal operiert. Die längsten OPś haben 8 Stunden gedauert. Und jedes Mal habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ich wusste (im Gegensatz zu ihm) was das für uns im Nachgang heißt. Die ersten Tage/Wochen nach der OP 24 Stunden Rund-um-die-Uhr-Betreuung, jeden Tag Verbandswechsel. Wochenlang, in seinem Fall monatelang kurze Leine (4-5 Mal am Tag wenige Minuten), jeden Tag Physio…

Ist das ein Hundeleben werdet ihr euch jetzt fragen?

Natürlich war es auch für ihn eine harte Zeit und trotzdem ist er jeden Morgen wieder mit all seiner bedingungslosen Liebe aufgewacht, aufgestanden und hat mit mir den Tag verbracht.

Er ist kein normaler Hund, der Wandern, lange Spazierengehen oder gar mit anderen Hunden toben möchte. Er ist glücklich und zufrieden wenn er in meiner Nähe sein darf – ohne Animationsprogramm. Wenn ich auch nur mal in den Keller gehe und wieder hoch komme – dann steht er mit leuchtenden Augen vor mir, wackelt mit seinem Po und freut sich, dass ich wieder da bin. Ist das der Beweis, dass eine Einschläferung für ihn das Beste gewesen wäre?


Eng vertraute Lebensgefährten sterben nicht von uns weg,
sondern in uns hinein – die Erinnerung wird bleiben.


Wir Menschen beschäftigen uns nicht sehr gerne mit dem Tod, weder beim Menschen noch bei unseren Hunden/Tieren. Doch ich habe die letzten 5 Jahre gelernt, dass mir nichts anderes übrig bleibt als das zu tun! Denn es kann jeden Tag vorbei sein. Schneller als man schauen kann …

Ich habe oben geschrieben, dass er sich nie aufgegeben hat. Das stimmt nicht ganz. Habe ich ihn aufgegeben und nicht mehr an das Gute geglaubt, gab es Momente wo er sich auch aufgegeben hat. Das heißt, unsere Verbundenheit und sein Gespür haben definitiv damit was zu tun, ob ein Hund noch Leben möchte oder nicht. In dem Moment, wo ich wieder stark und stabil bin und an eine Zukunft glaube, hat auch er wieder seinen Lebenswillen gefunden.

Es ist wichtig, dass wir uns mit dem Weg des Sterbens befassen. Es ist wichtig für mich und auch für meinen Hund. Ich möchte für ihn in seinen letzten Stunden (wenn es so weit ist) da sein – mit all meiner Liebe, meiner Achtsamkeit und meinem Herzen.

Beschäftige ich mich nicht im Vornherein mit dem Tod werde ich in diesem Moment nicht für ihn da sein können. Das hört sich jetzt vielleicht so an, als wenn ich das einfach so schaffen würde. Nein, das werde ich bestimmt nicht so, wie ich es mir vielleicht wünsche. Ich werde erst einmal zusammen brechen, doch ich hoffe dass es mir durch das Auseinandersetzung mit dem Sterben (was ich jetzt seit einigen Jahren immer wieder muss) leichter fällt, als wenn ich es bis zum Schluss diese Tatsache einfach unter den Teppich kehren würde.

Und dann kam der 02.07.2018. Jamaro, die lustige „alte“ Locke hat von einer Sekunde auf die andere sich aus dem Staub gemacht. Sein Tod habe ich bis heute nicht verkraftet und verarbeitet. Er kam unverhofft und plötzlich und ich hatte in 10 Jahren nicht einmal mich mit seinem Tod beschäftigt. Warum auch… Jamaro war immer gesund, munter, lustig und keiner hat ihm sein Alter angesehen. Niemand hatte auf dem Schirm, dass Jamaro der nächste sein wird, der von mir geht. Ich dachte immer, Jamaro überlebt all meine „Kinder“ und wird steinalt. Falsch gedacht. Und weg war er. All meine Gedanken und Gefühle zu seinem Tod findet ihr hier.

„So viel Lob wie möglich – so wenig Tadel wie nötig“ Eure Hundeschule im Allgäu – mit Verständnis und Klarheit für den Hund – zu einem erfolgreichen und friedvollen Miteinander!

Die Entscheidung, ob ich Bagira besser gehen lasse oder nicht hat uns 2018 zusätzlich zu Jamaro´s Tod gleich 3mal getroffen. Einmal Ende Mai 2018 (Schraubenbruch vom Implantat), am 23.12.2018 (Kreuzbandriss rechts) und im Juli 2019, wo es Bagira so schlecht ging, dass ich mit dem Schlimmsten gerechnet habe.

Die Entscheidungen zu treffen, dass wir ihm weiterhin das Leben schenken, fiel uns 2018 und 2019 aber nicht mehr schwer. Und trotzdem ist so ein Funken Gedanken dabei, ob ich ihm damit einen Gefallen tue. Ich bin aber mittlerweile davon überzeugt, dass er mir ganz genau zeigen wird, wann er nicht mehr will. Und da dies nicht der Fall war, haben wir uns für die OP´s und weitere Untersuchungen entschieden.

Ende Mai 2018 war an einem Vorabend noch alles (für seine Verhältnisse) in Ordnung. Am nächsten Morgen kann er nicht mehr laufen. Mir hat es wieder einmal die Füße unter dem Boden weg gezogen, weil ich zu diesem Zeitpunkt mit dem schlimmsten rechnen musste und mit mein erster Gedanke war, dass mein Dad mir noch keine Engel-Urne gemacht hatte (so viel zum Thema: mit dem Tod beschäftigen…).

Meine Intuition sagte, da stimmt was nicht. Mein Verstand sagte: was soll denn über Nacht schon groß passiert sein… Und meine Intuition hat mich wie immer (leider) nicht im Stich gelassen.

Das Knie wurde eine Woche später zum dritten Mal erneut aufgemacht und raus kam, dass 2 Schraubenköpfe, die im Implantat saßen, abgebrochen sind. Das Knie war stark geschwollen und entzündet. Somit kam die Platte und die 6 weiteren Schrauben raus. Sollte ja „nur“ eine Kleinigkeit sein… In einer Woche kann er wieder laufen … sagte man uns. Von wegen. Warum auch imme,r hat sich ein faustgroßes Serom gebildet, so dass Bagira wochenlang kaum laufen konnte und starke Schmerzen hatte. Wäre auch einmal schön so ohne Komplikation gewesen…

Ich nehme mir jedes Mal (wenn er nach einer OP) wieder gut auf seinen Beinen im Leben stehen kann vor, dass ich es niemals mehr als selbstverständlich ansehe, dass er normal laufen kann. Das ich jede Minute mit ihm genieße, dass ich nicht nachtragend bin, falls er doch mal bockmist baut usw…

Hätte ich es diesmal in den Wochen der „Normalität“ geschafft genau das so umzusetzen, wäre ich an diesem Morgen nicht aus allen Wolken gefallen und schlimmer noch: ich hätte nicht die Schuldgefühle, die Gedanken und Gefühle gehabt, warum hast du die letzten Wochen als so selbstverständlich hingenommen.

Warum hast du nicht jeden Tag mehrmals Quality Time mit ihm genossen? Warum bist du wieder so unachtsam gewesen?

Wer hätte auch gedacht, dass ein Hund sich über Nacht so schwer verletzten kann, dass er eine Woche später operiert werden muss? Ich nicht!

Der Kampf ging wieder von vorne los. Die ersten Tage 24 Stunden Rund-um-die-Uhr-Betreuung, jeden Tag viele Kuscheleinheiten und viele kleine Schritte, damit er wieder auf die Beine kommt. Nach der Spinalanästhesie waren die Hinterläufe noch 10 Stunden nach der OP gelähmt. 2 Tage später kann er mit seinen 50kg auf 3 Beinen wenigstens selbstständig zum Pippi machen humpeln. Und schon wieder will ich gleich mehr…

Warum schreibe ich „wenigstens“ im letzten Absatz? Warum kann ich mich nicht von ganzem Herzen über den Fortschritt freuen, dass er heute im Gegensatz zu gestern Fressen möchte, dass er selbstständig Pippi machen geht?

Nun kam der Dezember 2018 und wir hatten viele lange Monate bangen und hoffen müssen, da die Heilung mal wieder nicht optimal lief. Und der nächste Kracher kam. Kaum ein Jahr nach dem linken Kreuzbandriss, hat sich das rechte Kreuzband verabschiedet.

Kuscheln und Quality-Time fürs Gesundwerden

Lange wusste ich nicht, warum ich euch das alles mitteile. Ich reflektiere mich dadurch selber. Ich mache mir selber gerade bewusst wie glücklich und zufrieden ich mit kleinen Schritten sein darf. Es ist wie ein Aufarbeiten des krassen Gefühlschaos. Diese Angst, nein Panik, dass das Ende naht. Die Angst ihn loszulassen. Diese Angst vor Verlust eines Wesens, was für mich das Leben bedeutet. Was ich so sehr liebe, dass ich mir kein Leben ohne ihn vorstellen kann. Die Angst meinen Seelenhund, mein Engel, gehen lassen zu müssen. Und was macht die Angst wieder mit ihm? Er spürt es – klar und deutlich. Also muss ich mich wieder runterbringen, damit ich ihm eine Unterstützung sein kann. Aber das ist leichter gesagt als getan…

Versuchen es anders zu machen gilt nicht. Denn VERSUCHEN ist zum Scheitern verurteilt. Ich tue es. Ich mache es! Ich werde jeden kleinsten Schritt von Herzen willkommen heißen. Ich werde jede Minute an seiner Seite genießen und ihm das geben was er braucht: Liebe, Nähe und Sicherheit.

Es war Juli 2019 und Bagira hatte plötzlich tagelang starken Durchfall, eine so schlimme Blasenentzündung, dass er vor Schmerzen schrie beim Pippi machen, starkes Erbrechen, war apathisch und inkontinent. Das konnte alles nicht wahr sein. Alle möglichen Untersuchungen wurden gemacht und schlussendlich sind wir in der Uniklinik München (Endokrinologie) gelandet. Bagira wurde stundenlang auf den Kopf gestellt, geschallt, geröngt, Blutdruckgemessen, neurologische Tests und Blutentnahme. Und das alles wie immer ohne Narkose. Ich bin so sehr stolz auf ihn, dass alle Röntgenuntersuchungen, egal ob auf dem Bauch, auf dem Rücken, auf der Seite, er ohne Murren und Knurren über sich ergehen lässt.

Was sie gefunden haben? Eine vergrößerte rechte Nebenriere und als Zufallsbefund eine Rippe zuwenig … Es wurde weitere Untersuchungen gemacht und zum Glück konnten Morbus Addison und Morbus Cushing ausgeschlossen werden.

Er bekam Inkontinenz-Taletten (da aus einem so großen Hund natürlich mehr wie nur ein paar Tropfen raus kamen), Antibiotika-Behandlung, Spülungen des Penis … Es ging ihm trotzdem von Tag zu Tag schlechter. Er entwickelte eine Hypotachykardie und konnte sich kaum auf den Beinen halten, war aber permanent unruhig und fand nicht zur Ruhe.

Wir haben tagelang nicht geschlafen. Es kamen wieder diese Gedanken: Ist jetzt der Moment des Abschieds gekommen? Ja? Nein? Er hatte keinen Glanz mehr in den Augen, hat Körperkontakt vermieden und hatte nicht mal an einem Holz Spaß, was immer eine riesen Freude für ihn war.

Mein Gefühl sagte Nein. Mein Kopf sah diesen armen kraftlosen Hund und sagt ja. So ging das tagelang… Ist jetzt die Zeit gekommen? Eines Tages sagt mir irgendwas in mir, dass ich die Tabletten weglassen sollte und siehe da, ihm ging es von Tag zu Tag besser und er wurde wieder fitter. Das Antibiotika schien auch anzuschlagen und die Inkontinenz war weg.

Geblieben ist die vergrößerte Nebenniere. Daher fahren wir alle 5 bis 6 Monate in die Uniklinik zur Kontrolle. Es kann gut sein, dass bei diesem medizinischen Wunder von Anfang an die Nebenniere größer war … Wer weiß. Wir hoffen, dass sie bei jeder Kontrolle gleich groß geblieben ist. Aber wisst ihr wie ich mich jedes Mal schon Tage vor diesem Termin fühle? Machtlos, angstvoll – immer mit dem Hintergedanken, was finden sie bei der Untersuchung…

Jetzt 5 Jahre und 11 große OP´s später kann ich aus ganzem Herzen sagen: Ja, es war richtig immer wieder aufs Neue ihm die Chance auf Leben zu ermöglichen! Auch ich bin daran über mich hinaus gewachsen. Auch ich habe so viel gelernt. Und ich würde es immer wieder tun.


Hoffnung von Stephanie Moos (www.gedankensindwieflügel.de)

Kann ich dann diese Hoffnung mit Vertrauen gleichsetzen? Hoffnung und Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Stärken, die mir mitgegeben wurden, die ich erworben und entwickelt habe, damit ich all das, was das Leben für mich bereit hält, für meine Entwicklung zur Verfügung stellt, meistere, bewältige, wich auch immer. Ist es dann nicht „gleichgültig“ – im Sinne von Alles hat gleiche Gültigkeit – zu welchem Ergebnis ich komme, wenn ich mein Bestes tue, wenn ich mit Liebe, Achtung, Wertschätzung mir, anderen und allem gegenüber tue? Woher will ich wissen, was wirklich gut für mich ist, für andere ist?


Er ist mein lebensfrohes großes, schwarzes Baby, ein Kämpfer – der immer wieder neu aufsteht und an den kleinen Dingen des Alltags Freude hat. Wir kommunizieren so fein und ohne Worte miteinander. Ich spüre was er mir sagen möchte und seine Blicke zu mir dringen so durch und durch in mich ein, dass es sich anfühlt wie ein Lichtstrahl der mein Herz und meine Seele erhellt.

Ich werde ihn und mich niemals aufgeben. Es lohnt sich zu kämpfen und ich weiß, dass ich es spüren werde, wenn der Tag X gekommen ist.Du hast so viel in deinem kurzen Leben geschafft und es werden noch viele wunderbare Tage mit dir kommen!

Was macht das Leben eines Hundes mit Einschränkungen lebenswert?

Das ist eine große Frage und eindeutig von mir zu beantworten. Frisst und trinkt mein Hund, nimmt er am Leben teil, hat Glanz und Lebensfreude in seinen Augen, erfreut er sich an allen Kleinigkeiten und genießt die Zeit mit mir – ist ein Leben mit Einschränkungen definitiv lebenswert!

Es steht außer Frage, dass jahrelanger Schmerzmittelkonsum nicht gerade vorzeigereif ist, allerdings haben wir es mittlerweile auf geringe Dosen Schmerzmitteln geschafft und sind mit vielen natürlichen Zusatzmitteln, Osteopathie, Physiotherapie und täglichen Übungen auf einem guten Weg.

Große Wanderungen, Ausflüge oder sportlicher Beschäftigungen wie Joggen oder Fahrradfahren sind nicht drinnen, doch das ist auch nicht das, was meiner Meinung nach ein Hunde Leben lebenswert macht.

Wenn Bagira mit Spyck „spielt“ muss ich oft wegschauen, weil die Angst tief sitzt, es könnte etwas passieren, doch wofür haben wir das alles auf uns genommen, wenn er jetzt nicht kurzfristig und immer wieder regelmäßig Spaß haben darf? Ja er darf! Auch in anderen Maßen als gesunde Hunde, aber er darf mit auserwählten Hunden seinen Spaß haben!

Meine zwei Knallfrösche

Wie gesagt, heute wird mein schwarzes Ungeheuer, mein Pupsi, mein Herzblatt, mein Pollerkopp 5 Jahre alt.

Wir sind durch so viele Tiefen, aber auch Höhen gegangen. Ich wünsche mir noch unendlich viel Zeit mit ihm. Egal ob 1 Jahr, 3 Jahre, 5 Jahre oder 10 Jahre.
Es gibt leider keine Garantie.

Natürlich wünsche ich mir noch mindestens 10 Jahre mit ihm, denn er ist ein Wunder auf 4 Beinen und mal schauen wie lange dieses Wunder noch an meiner Seite sein möchte…

Daher gibt es ein 5 Jahres Video von meinem Seelenhund. 30 000 Fotos und Videos in nur 13 Minuten zu packen war eine große Herausforderung 🙂

Ich hoffe mein Appell an euch ist angekommen. Nehmt es nicht als selbstverständlich, wenn euer Hund gesund ist. Nehmt es nicht als selbstverständlich, wenn euer Hund euch Zuneigung zeigt. Gebt eurem Hund die Liebe und Achtsamkeit jeden Tag zurück, die er euch tagtäglich immer wieder neu schenkt.

Danke an Sarah Köhler von Namidtala Fotografie

In meinem Blog-Artikel „Und was schenkst du deinem Hund täglich“ habe ich bereits über die Wichtigkeit der Quality Time geschrieben.

Ihr dürft diesen und auch die anderen Blog-Artikel weiter teilen. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass immer mehr Menschen ihren Hunden gegenüber diese Loyalität und Achtsamkeit schenken, die sie verdient haben!

Eine Sache liegt mir noch am Herzen!
Schaut doch mal auf meiner Seite vorbei.

In diesem Sinne, drückt mir eure Vierbeiner

Eure Saskia Katharina

6 Kommentare

  • Ulli Rief gepostet 27. Juni 2018 14:23

    Hallo Saskia, das hast du wunderschön geschrieben😢. Da steckt soooo viel Liebe drin das ist unglaublich!!! Ja man bedankt sich viel zu wenig bei seinen treuen Vierbeinern und alles ist so selbstverständlich. Doch es kann so schnell alles anders sein. Hab ich am eigenen Leib erfahren! Ich werde mich bemühen noch mehr Dankbarkeit zu zeigen. Da geht noch was😊

    • saskiakatharina gepostet 27. Juni 2018 14:41

      Vielen Dank für deine Worte! Sie bedeuten mir sehr sehr viel!!! <3

  • Anette B. gepostet 4. September 2018 14:04

    Liebe Saskia,

    Ich bin ganz zufällig über deinen Blogartikel gestolpert – Ich will ihn fast einen Tagebucheintrag nennen. Beim Lesen spürt man, dass du zu deiner Message wirklich mit Nachdruck stehst: Verbringe keinen Tag an dem du nicht für die Gesundheit deines Gefährten dankbar bist!

    Auch wir wurden im Spätjahr 2017 schmerzlich daran erinnert was es heißt wenn die Gesundheit eines Familienmitgliedes gefährdet ist:
    Lucy hörte nach einem Nachmittagsspaziergang nicht mehr auf zu zittern. Bei einem Telefonat mit meiner Mutter bemerkte ich es beiläufig. Sie bestand mit Nachdruck darauf sie umgehend in Behandlung zu geben. Ein Hundehasser hatte unserem Seelen Hund Rattengift verabreicht.

    Lucy hatte mir zum Frühstück einen Schuh zerlegt. Am Morgen war ich noch sauer auf unseren Hund. Rattengift hätte sie mir am Nachmittag fast genommen…

    Ich nehme Lucys Gesundheit nie wieder für selbstverständlich. Und wir gehen auch nie mehr wütend ins Bett 😉

    Grüß Bagira lieb von uns

    • saskiakatharina gepostet 4. September 2018 14:35

      Liebe Anette,

      Ich danke dir für deine Zeilen!

      Für mich ist es auch 9 Wochen nach seinem Tod unfassbar. Es kann von einer Minute auf die nächste alles vorbei sein – egal ob bei unseren Tieren oder Menschen. Und das sollte man sich jeden Tag wieder ins Gedächtnis holen.

      Alles Liebe für euch und Lucy und viele weitere schöne Momente!

  • Stefanie Weger gepostet 9. Juni 2019 9:48

    Liebe Saskia,

    wie geht es Dir und Bagira zum heutigen Zeitpunkt???
    Ich fand Deine Geschichte, weil ich wohl auf der Suche nach Halt in einer der schwersten Zeiten bin, da ich mich mit Shorty seit Dezember 2018 in der Abschiedsphase befinde. Sie ist eine belgische Schäferhündin und mein Leben😥.
    Jede Bewegung von ihr und jede von mir beobachten wir gegenseitig.
    Ich spüre, dass es zu Ende geht und kann ich trotzdem das Gefühl geben als wäre alles in Ordnung. Aber ich weiß nicht, was mit mir passieren wird, wenn sie ihre Augen für immer schließt, weil ich sie erlösen muss.

    Liebe Grüsse, Stefanie

    • saskiakatharina gepostet 9. Juni 2019 11:01

      Liebe Stefanie, danke für deine berührenden Worte! Nachdem Bagira sich aus heiterem Himmel am 24.12.2018 das rechte Kreuzband gerissen hat und seine patella wieder luxierter ist wurde er am 28.12 zum 6. Mal in 7 Stunden operiert. Wir haben seit dem wieder Höllen wochen hinter uns, 4 Wochen wollte die 25 cm Lange naht nicht zu gehen… nach 8 wochen waren wir bei zwei mal 8 Minuten am Tag laufen, nach 14 Wochen haben wir es jeden Tag auf max 13 Minuten geschafft. Jetzt sind wir bei 30 Minuten. Wochenlang ging es nur mit novalgin Zäpfchen und meine nerven lagen Blank. In 5 tagen bekommt er das komplette Metall wieder raus und ich hoffe, dass wir es dann erst einmal geschafft haben. Ich muss mich trotzdem immer wieder mit seinem Tod beschäftigen weil er einfach eine komplett Baustelle ist und auch dauerhaft seine patella luxiert bleiben wird was seine schwere Arthrose nicht gerade besser macht. Die Angst mein Baby, meine Seele, meinen Schatten irgendwann gehen zu lassen ist und bleibt groß. Ich wünsche dir unendlich viel Liebe und kraft. Du darfst mich sehr gerne auch in facebook kontaktieren. Herzliche grüße Saskia Katharina

Kommentar schreiben

Your email address will not be published. Required fields are marked *