Und was schenkst du täglich deinem Hund?

Und was schenkst du täglich deinem Hund?

Es ist schon wieder ein Jahr her, dass ich diesen Blog veröffentlicht habe und dieses Thema ist für mich wichtiger denn je.

Nach Jamaro´s plötzlichem Tod sehe ich das Leben noch einmal aus einem anderen Blickwinkel und es wurde mir noch bewusster, wie wichtig die tägliche qualitativ hochwertige Zeit mit meinen Liebsten (inkl. Familie) ist.

Das Leben kann sich von einer Minute auf die andere schlagartig ändern und alles ist anders. Ich mache aufgrund meiner Erfahrung mit Jamaro nicht mehr den Fehler und schiebe etwas oder vertröste meine Hunde auf morgen…

Meine Leseempfehlung an euch
Und plötzlich ist alles anders

Die meisten von euch (ich eingeschlossen) haben leider meist einen stressigen und hektischen Alltag. Wir hetzen von einem Termin zum nächsten und der Terminkalender ist mit Hund am Rande seiner Kapazität.

Oft müssen wir sogar das Training oder den Spaziergang verschieben und das ist alles andere als entspannt – weder für den Menschen noch für den Hund.

Warum hast du dich für deinen Hund entschieden?

Die meisten von euch, weil sie sich Spaß und Entspannung erwarten. Durch all den Stress und die Hektik geht aber viel verloren, was so wichtig wäre…

Es sind oft Kleinigkeiten, die das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Beziehung stark beeinflussen und auf die wir uns immer wieder besinnen sollten.

Es sind die kleinen Geschenke an unseren Hund, die großes bewirken können. Ich zeige dir heute sechs Geschenke an deinen Hund (und auch an dich):

1. Bewusster Körperkontakt
– Streicheln ist Balsam für die Hunde-Seele –

Wie oft streichelst du deinen Hund am Tag? 

Und wie oft streichelst du davon deinen Hund ganz achtsam und bewusst? Also ohne Ablenkung wie ein Gespräch, TV, Handy u. ä.? Sondern nur deinen Hund?

Körperkontakt ist wichtig

Körperkontakt, Kontaktliegen und Streicheln ist sehr wichtig und wertvoll – für dich und für deinen Hund. Hier spielt nämlich das „Bindungshormon“ Oxytocin eine wesentliche Rolle.

Es stärkt das Vertrauen und fördert soziale Bindungen, ebenso sorgt es für Entspannung. Immer wenn du mit deinem Hund kuschelst, ihn streichelst oder sogar massierst, wird dieses Hormon aktiviert. Natürlich bei beiden 😊 Kontaktliegen ist deshalb unglaublich wichtig!

Hausaufgabe: Nehme dir jeden Tag bewusst Zeit deinen Hund achtsam zu streicheln und Körperkontakt herzustellen. Es wird bei euch beiden viel bewirken!

2. Schau mir in die Augen Kleines

Ein mega Geschenk für euch – und einfach noch dazu.

„Schau mir in die Augen Kleines“ – wirkt sich nicht nur bei Menschen positiv aus.

Der Blickkontakt zwischen Mensch und Hund stärkt die gegenseitige Bindung. Das Kuschelhormon Oxytocin macht das möglich. Hier steigt die Oxytozinkonzentration und hat somit eine phänomenale Wirkung.

3. Glücksgefühle und Bestärkung

Und somit wären wir beim nächsten Geschenk an deinen Hund.

Dein Hund ist einfach toll!

Also zeige und sage es ihm auch! Lobe ihn regelmäßig für tolles Verhalten! Wie auch immer das individuell aussieht.

Für den einen ist es ein gemeinsames Spiel, beim nächsten doch das begehrte Futterstück, der andere findet es als Bestärkung gestreichelt zu werden (ACHTUNG: Genau hinschauen, ob dein Hund es wirklich als Belohnung ansieht!!!!!), für den anderen ist ein freundliches Wort mit einem Lächeln das beste Lob auf der Welt.

Unser Lesetipp für dich: Bedürfnisse, Belohnungen und Motivation

Weißt du was das größte Lob und Belohnung für deinen Hund ist?

Wenn nein, ist das deine Hausaufgabe herauszufinden, womit du bei deinem Hund Glücksgefühle und Bestärkung auslöst 😊

Jedes Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier, bekommt gerne positive Rückmeldungen für sein Handeln.

Dieses Feedback führt zur Entspannung, sorgt für Selbstvertrauen und das Wichtigste – es motiviert weiter zu machen.

Biene lächelt! Warum? Sie bekommt direktes Feedback von ihrem Frauchen

Und das Beste daran ist, dein Blick fällt mehr auf die Verhaltensweisen die gut sind! Denn viel zu oft wird nur das schlechte oder nicht so gute Verhalten gesehen… Obwohl viel Gutes da ist!

Hausaufgabe: Ändere deinen Blickwinkel, lobe dein Hund für gutes Verhalten und das gute Verhalten wird immer mehr werden.

3. Futter

Die meisten von euch werden bereits dieses Geschenk für den Hund umsetzen. Und trotzdem erwähne ich es hier nochmals explizit. Wenn der Hund immer nur den Napf vor die Nase gestellt bekommt, ist das alles andere als spannend. Es wird sein Grundbedürfnis auf Nahrung befriedigt, mehr aber nicht.

Jetzt geht es für dich darum, kreativ zu werden. Den meisten Hunden macht es richtig Spaß, ihr Futter zum Beispiel zu suchen, zu finden und zu fressen.

Du kannst durch die verschiedensten Spielchen und Aufgaben richtige Abwechslungen schaffen und somit mehrere Bedürfnisse deines Hundes gleichzeitig stillen.

 Hundecoach Allgäu - Zusammen zum Ziel - lernen und miteinander arbeiten
Futtersuche im Schnee

Das geht von kontrollierten Futtersuchspielen jeglicher Art und Weise bis hin zu Tricks einüben oder das Bestätigen von positivem Verhalten im Training oder auch im Alltag.

Hausaufgabe: Finde heraus, ob dein Hund gerne mit den Pfoten arbeitet oder eher ein „Stupser“ oder ein „Heber“ ist und überlege dir dann, wie du zusammen mit deinem Hund spannende Aufgaben lösen kannst.

4. Die Kraft des Spielens

Elementar wichtig – Spielen macht Spaß und fördert die Bindung und Beziehung zwischen dir und deinem Hund. Zugleich lastet es aus und gibt deinem Hund Selbstvertrauen.

Gemeinsames Spielen und Agieren verbindet

Hausaufgabe: Spiele täglich mit deinem Hund! Du kannst kreativ sein und deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Sei es Rennspiele, Rangeln, gemeinsames Apportieren, Verstecken und Suchen … Und was ist für euch das richtige Spiel?

5. Lieber Qualität als Quantität

Viele von euch denken, dass ihr am besten lange mit eurem Hund spazierengehen müsst.

Warum denkst du, dass die Quantität wichtiger als die Qualität ist?

Warum gehst du mit deinem Hund spazieren?

Richtig, weil er raus muss und Bewegung braucht. Aber das ist doch noch lange nicht alles… Oder gehst du mit deinem Hund raus, weil du qualitativ hochwertige Zeit mit ihm verbringen möchtest und gemeinsam was erleben willst?

Wir lassen uns gerne leicht ablenken von den eigentlich wichtigen Dingen. Das Handy ist mit dabei, wir telefonieren oder tippen noch schnell eine Whatsapp. Wir verpassen dadurch eine Menge… und unser Hund verpasst uns.

Hausaufgabe:

Ab jetzt bedeutet es: Gassizeit = Hundezeit. Die Länge des Spazierganges ist nebensächlich!

Nutze die Zeit mit deinem Hund!

Erkundet gemeinsam neue Wege, spielt miteinander, setzt euch auf eine Bank und genießt die Natur.

Hauptsache ihr achtet aufeinander.

„So viel Lob wie möglich – so wenig Tadel wie nötig“ Eure Hundeschule im Allgäu – mit Verständnis und Klarheit für den Hund – zu einem erfolgreichen und friedvollen Miteinander!

Und nun seit ihr dran 🙂 

Wir freuen uns auf euer Feedback und eure Erfahrungen! Der Artikel darf gerne weitergeteilt werden!

Genießt eure Zeit miteinander, sie ist das Wertvollste, was es gibt!

Eure Saskia Katharina und Wolfgang


Über die Autorin
Saskia Katharina Siebel

Ich bin leidenschaftliche Hunde- und Menschentrainerin und eine absolute Herzensangelegenheit ist die Tierfotografie.

Seit nun 2 Jahren schreibe ich regelmäßig Blogartikel (die es manchmal auch in sich haben) und trotzdem ist das Feedback von euch darauf großartig.

Ich wünsche mir ein friedvolles, faires und stressfreies Miteinander für jedes Mensch-Hund-Team.

Arbeite an dir und lasse dich auf deinen Hund ein 🙂

Das Ergebnis wird dich staunen lassen!

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