Geheimnis # 2: Lobe und bestätige deinen Hund für alles was er richtig macht!

Geheimnis # 2: Lobe und bestätige deinen Hund für alles was er richtig macht!

 … denn je mehr Erfolgserlebnisse ihr gemeinsam habt, desto schneller findet Lernen statt!

Schön, dass du auch heute wieder dabei bist! Falls du Teil 1 und 2 verpasst hast ist das kein Problem. Klicke einfach auch den folgenden Button:


Bevor du heute mehr über das Geheimnis #2 erfährst, möchten wir dir kurz noch etwas Wichtiges mitteilen, was im letzten Blog vielleicht untergegangen ist.

Dir ist sicherlich bewusst, dass die Erziehung deines Hundes von dir abhängig ist. Doch normalerweise läuft niemand mit Absicht in eine falsche Richtung!  Und wir sind uns sicher, dass trifft auch auf dich zu!

Vielleicht kann dein Hund noch nicht das, was du dir von ihm wünschen würdest, doch das ist kein Grund sich Vorwürfe zu machen! Fehler machen ist menschlich. Wir sind keine Maschinen und aus Fehlern können wir nur lernen.

Hundecoach Allgäu – Zusammen zum Ziel – lernen und miteinander arbeiten

Wie ist das bei dir?

Achtest du eher darauf, was dein Hund nicht gut macht oder vergisst du gutes Verhalten zu bestätigen, weil du es für selbstverständlich befindest?

Oder sagst du: Hey, ich bestätige doch schon vieles…

Wir sehen sehr oft in unserer täglichen Arbeit, dass viele Hunde für „falsches“ Verhalten „belohnt“ werden und das „richtige“ Verhalten völlig übersehen wird.

Warum setzen wir hier „falsch“ und „richtig“ in Anführungszeichen?

Diese zwei Worte werden von jedem Menschen individuell anders gesehen. Für den einen ist es richtig, wenn der Hund am Zaun bellt oder der Hund ins Bett darf. Für den anderen ist es No Go, dass der Hund am Zaun bellt oder ins Bett darf.

Des Weiteren weiß dein Hund gar nicht was „richtig“ oder „falsch“ ist. Deinem Hund geht es immer nur darum, welches Verhalten sich am meisten kurzfristig und auch langfristig für ihn lohnt!

Unser Lesetipp für dich: Lernverhalten

Folgende Beispiel-Situation wird wohl fast jeder von euch kennen. Ihr trefft jemanden, den ihr schon lange nicht mehr gesehen habt. Dein Hund möchte aber schnell weiter und hat jetzt keine Lust zu warten. Im besten Fall gibst du ihm noch ein Signal wie „Steh“ oder „Sitz“ und Bleib oder du sagst gar nichts, weil dein Hund gelernt hat an lockerer Leine zu warten.

Und jetzt kommt der Knackpunkt. Hand aufs Herz:
Bestätigst du deinen Hund, wenn er jetzt brav wartet? Egal ob er liegt, steht oder sitzt? Einfach ruhig und ohne an der Leine zu ziehen wartet?

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Hunde sind sehr anpassungsfähig

Dieses Verhalten des ruhigen Wartens wird leider von den meisten als selbstverständlich hingenommen: „Er tut ja grad nichts Besonderes“ bekommen wir oft zur Antwort. 

Klar, ob ich es als selbstverständlich ansehen kann richtet sich danach, ob es der Hund tatsächlich schon leisten kann zu warten, weil er es vernünftig gelernt hat.

Aber wie lange kann er denn ohne Lob warten? Leider haben die meisten Hunde eben nicht gelernt ruhig zu warten und werden dann „flexibel und anpassungsfähig“.

Was meinen wir damit?

Der Hund fängt nach kurzer Zeit an, sich eine Beschäftigung zu suchen. Bellen, Winseln, Buddeln, an der Leine ziehen und in die Leine beißen, sind so die Klassiker. Was möchte dein Hund damit erreichen?

Deine Aufmerksamkeit! Er bekommt zwar vermutlich ein „Lass das“ oder „Nein“ gezischt, aber HEY, negative Aufmerksamkeit ist doch immer hin mal besser als gar keine. Und wenn wir jetzt auch noch weiterlaufen, was lernt dein Hund? Es lohnt sich ruhig und anständig zu warten? Oder eher: es lohnt sich zu bellen, zu ziehen, zu winseln um Aufmerksamkeit einzufordern? Belohne gutes „richtiges“ Verhalten!

Ein gut geprägter Welpe hat einen Folgetrieb, er bleibt immer in der Nähe seiner Bezugspersonen

Es ist egal, welches Verhalten wir uns ansehen. Nehmen wir die Leinenführigkeit noch kurz als Beispiel.

Meistens ist es leider so, dass die ersten Wochen/Monate, wenn der Welpe eingezogen ist damit verbracht wird, dass man sich

a) die ganze Zeit hinterherziehen lässt und
b) nicht den angeborenen Folgetrieb des Welpen sich spielerisch zu Nutze macht, um direkt „richtiges“ Verhalten zu verstärken.

Es wäre so einfach, denn jeder gut geprägte Welpe zeigt dieses Verhalten automatisch!

Immerbelohnung – Regelmäßige Belohnung – Unregelmäßige Belohnung; das ist der Ablauf um ein Verhalten zu generalisieren

Hat dein Hund nun wochenlang oder sogar monatelang die Erfahrung gemacht, dass er ziehenderweise zu seinem Ziel kommt, ist es natürlich viel Arbeit das wieder rauszukriegen.

Hier hilft nur in microkleinen Schritten mehrmals täglich anzufangen, jedes Nicht-ziehen zu belohnen. Wir arbeiten hier mit verschiedenen Ansätzen und Möglichkeiten, individuell auf jedes Team angepasst.

Wie oft, wie schnell und in welchen Abständen du deinen Hund belohnen musst, damit dein Hund lernt, dass sich das gewünschte Verhalten viel mehr lohnt als seine bisherige Alternative, hängt immer vom Stand deines Hundes ab.

Unser Veranstaltungstipp: Wie lernt mein Hund?

Ist die Situation für deinen Hund eine große Herausforderung, ist es deine Aufgabe VOR dem ersten „Fehlverhalten“ zu bestätigen. Nach und nach kannst du die Abstände dann vergrößern bis kaum oder gar keine Bestätigung mehr nötig ist.

Bis zur vollständigen Generalisierung benötigst du ca. 2000 FEHLERFREIE Wiederholungen!

Wie du deinen Hund belohnst, ist von Hund und Situation abhängig: Von Futter, ein Spiel, ein Lächeln oder ein verbales Lob kann alles richtig sein. Nehme die Belohnung, die für deinen Hund am Wichtigsten ist!

TIPP: Streicheln ist im Übrigen für die meisten Hunde so unangenehm wie das „Backenkneifen“ für kleine Kinder…

Wir belohnen! Wir bestechen nicht!

Wedelst du mit dem Futter in der Luft herum, während du “Sitz” sagst, so besticht du den Hund. Sagst du “Sitz” oder zeigst ihm den Zeigerfinger und holst dann erst das Futter raus, wenn dein Hund sich setzt, so belohnst du ihn.

Je öfter dein Hund selbstständig „richtiges“ Verhalten anbietet und zeigt und es sich für ihn lohnt, desto schneller und besser lernt dein Hund.

Zusammenfassung Geheimnis #2:

  • Achte auf „richtiges“ Verhalten und belohne nur „richtiges“ Verhalten
  • Sehe „richtiges“ Verhalten nicht als selbstverständlich an!
  • Dein Hund zeigt kurz- und langfristig immer das Verhalten, das sich für ihn am meisten lohnt
  • Belohne deinen Hund für alle Verhaltensweisen, die dir gefallen
  • Belohne deinen Hund VOR einem „Fehlverhalten“
  • Belohne deinen Hund mit einer Belohnung, die für ihn mega ist
  • Achte auf das Lernverhalten, wie dein Hund lernt und wann, für wie lange die verschiedenen Belohnungsebenen eingehalten werden müssen

Nun ist auch Geheimnis # 2 gelüftet. Wenn dir auch dieses Geheimnis gefallen hat, freuen wir uns auf dein Feedback! Gerne darfst du diesen Artikel auch teilen und weiterempfehlen.

Bis bald, Geheimnis # 3 wartet auf dich,

deine Saskia Katharina und Wolfgang

2 Comments

  • Tina Simmerle Posted 30. Januar 2019 19:50

    Hallo liebe Saskia, hallo lieber Wolfgang!
    Wie jedes Mal, habe ich auch dieses Mal wieder den interessanten Blog gelesen.
    Jedes Mal gibt es was neues zu lernen und was sehr interessantes zu erfahren, was ich noch nicht wusste! Oft ertappe ich mich auch, dass ich genau diese „ Fehler“ mache, die ihr in eurem Blog auflistet 🙈. Also jedes Mal wenn ich einen Blog lese, werde ich wieder auf Sachen aufmerksam gemacht, die ich eigentlich schon gelernt habe, aber teilweise aus Faulheit, Gewohnheit nicht mehr mache!
    Danke für eure Bemühungen
    Freu mich schon auf den nächsten Blog
    Eure Tina mit Zuri

    • saskiakatharina Posted 30. Januar 2019 19:54

      Vielen herzlichen dank für dein feedback! Unser Ziel ist es euch so gut als geht zu unterstützen und zu motivieren weiter zu machen! Und dein feedback zeigt uns, dass wir auf dem richtigen weg sind. Danke!

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