Wochenend-Challenge – Trick Objekte umrunden: “Drumherum / Rum”

Wochenend-Challenge – Trick Objekte umrunden: “Drumherum / Rum”

In unserem letzten Blogeintrag (Und was schenkst du deinem Hund täglich?) ging es auch darum, qualitativ hochwertige Zeit mit deiner Fellnase zu verbringen.

Nutze doch diese Quality-Time, um mit deinem Hund gemeinsam Dinge zu erarbeiten, die Spaß machen und für deinen Hund abwechslungsreich sind.

Einleitung

Das “Herum” Signal ist eines meiner Lieblings-Signale. Ich kann es flexibel draußen wie auch drinnen einsetzen. Je nach Umgebung und Objekt ist es für den Hund eine neue Herausforderung.

Kommunikation zwischen Mensch und Hund ist auch hier das A und O. Unser Hund kann ja leider (immer noch) nicht unsere Gedanken lesen, daher lernt er, sich an unserer Zeigerichtung und an unserem Körper zu orientieren.

Auch können wir Menschen dabei lernen, welchen großen Einfluss unsere Mimik und Körpersprache auf unseren Hund hat.

Deswegen gibt es heute für dich eine neue Aufgabe: Das “Umrunden”

Die Aufgabe:

Einsteiger: Baue das „HERUM“ Signal in der Wohnung auf

Fortgeschrittene: Suche dir immer neue Objekte zum Umrunden. Nehme Objekte, bei denen dein Hund den Blickkontakt zu dir verliert oder nehme sogar bewegliche Objekte. 

Der Aufbau:

Schritt 1: Im ersten Schritt üben wir mit unserem Hund den Bewegungsablauf. Wir verwenden noch kein Wortsignal. Wiederhole diesen Schritt, wie oben in der Bildtabelle beschrieben, bis dein Hund zuverlässig deiner Hand mit dem Futterstück folgt.

Schritt 2: Im zweiten Schritt hast du kein Futterstück mehr in der Hand, sondern führst deinen Hund alleine mit deiner Hand. Sobald dein Hund die 180° Drehung vollständig gemacht hat, belohnst du deinen Hund.

Sollte dein Hund die Handführung ohne Futter noch nicht verstanden haben, bitte wiederhole Schritt 1 so lange, bis dein Hund verstanden hat um was es geht.

Schritt 3: Nun reduzierst du langsam die Bewegung deiner Hand, bis du über kleinteilige Schritte irgendwann nur noch mit ausgestrecktem Arm anzeigen musst und dein Hund daraufhin das Objekt umrundet.

Schritt 4: Umrundet dein Hund nun jedes mal zuverlässig das Objekt deiner Wahl, kannst du jetzt dein Wortsignal einführen. Nach Position A und bevor ihr in Positon B euren Hund um das Objekt schickt, sprecht ihr das Wort „HERUM“ (oder wie auch immer ihr es benennen wollt) aus.

Schritt 5: Jetzt kannst du das Ganze sehr individuell und kreativ gestalten. Entferne dich zuerst nur noch weiter vom Objekt oder stelle das Objekt in den Garten. Suche dir neue Gegenstände, die dein Hund umrunden kann, wie zum Beispiel einen Stuhl, einen Baum, eine Bank, einen Mensch und vieles mehr.

Denke daran, dass bei neuen Objekten eventuell eine Hilfestellung zu anfang klug ist. Die Erfahrung wird euch mit der Zeit helfen, dieses tolle Signal auf viele verschiedene Objekte übertragen zu können.

Rechne für jeden einzelnen Schritt jeweils ca. 20 bis 40 fehlerfreie Wiederholungen ein, bevor du zum nächsten Schritt gehst.

Klappt der Folgeschritt noch nicht, gehe bitte wieder einen Schritt zurück.
Lieber 10 x am Tag 3 bis 5 Minuten üben, als 1 x am Tag 30 Minuten!

Hier findet ihr das Video mit den einzelnen Schritten für euch:

Für die Fortgeschrittenen, die das Signal „HERUM“ bereits aufgebaut haben:

„So viel Lob wie möglich – so wenig Tadel wie nötig“ Eure Hundeschule im Allgäu – mit Verständnis und Klarheit für den Hund – zu einem erfolgreichen und friedvollen Miteinander!

Für unseren Hund wird das Signal dann sehr schwer, wenn das Objekt so groß ist, dass sie den Sichtkontakt zu uns verlieren. Fange hier in der Wohnung z.B. mit dem Wohnzimmersessel an und suche dir jeden Tag neue Objekte und Herausforderungen. Nach deinem Auto wird wohl die nächste Herausforderung die Scheune in der Wiese oder das die freistehende Garage …

Eine weitere Herausforderung sind beweglichte Objekte. Menschen oder andere Tiere, die sich langsam anfangen zu bewegen.

Mensch umrunden ist auch eine Möglichkeit

Diese kleine aber feine Übung kannst du dann überall einbauen, wo es etwas zum Umrunden gibt. Vom Bäumen bis Menschen oder einem anderen Hund. Du benötigst keine Hilfsmittel und deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche dir viel Spaß 🙂

Über die Autorin
Saskia Katharina Siebel



Ich bin leidenschaftliche Hunde- und Menschentrainerin und eine absolute Herzensangelegenheit ist die Tierfotografie.

Seit nun 3 Jahren schreibe ich regelmäßig Blogartikel (die es manchmal auch in sich haben) und trotzdem ist das Feedback von euch darauf großartig. Viele von euch nehmen sich meine Worte zu Herzen und viele von euch fangen an sich und ihr Verhalten zu reflektieren. Somit hab ich mein Ziel erreicht 🙂

Ich wünsche mir ein friedvolles, faires und stressfreies Miteinander für jedes Mensch-Hund-Team. Dazu gehört aber mehr als nur Gassigehen und dem Hund Signale beibringen.

Das Wichtigste ist:

Arbeite an dir und lasse dich auf deinen Hund ein. Lerne deinen Hund zu verstehen. Lerne deinen Hund zu lesen. Sei mit Verstand und Herz dabei!

Das Ergebnis wird dich staunen lassen!

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