Geheimnis # 3: Sei konsequent und damit fair

Geheimnis # 3: Sei konsequent und damit fair

Auf Deutsch gesagt bedeutet konsequente Erziehung, dass du in gleichen Situationen immer gleich handelst und reagierst.

Schön, dass du auch heute wieder dabei bist! Das ist ein weiterer richtiger Schritt für dich in die richtige Richtung! Falls du die ersten Teile verpasst hast, klicke einfach auf den folgenden Button:

Geheimnisse in der Hundeerziehung …

Wir fangen erst einmal mit einem menschlichen Beispiel an:

Stell dir vor, du fängst in einer Firma neu an. Du hast einen Chef, der dir a) keine klaren Arbeitsanweisungen gibt und du keinen Plan hast, was du tun sollst und b) die ersten Tage wortlos hin nimmt, dass du morgens immer zu spät kommst.

Und plötzlich zitiert er dich sauer in sein Büro und sagt dir wie unzuverlässig du bist und dass du alles falsch machen würdest und du kriegst die erste Abmahnung.


Du weißt gar nicht wie dir geschieht, weil bis jetzt hat das ja auch alles so gepasst – weil du keine Rückmeldung bekommen hast. Du fragst dich bestimmt, warum er plötzlich so unfair ist? Doch da du logisch denken kannst, wird dir bestimmt schnell klar, warum er sauer ist.

Konsequenz in der Hundeerziehung ist nicht alles – aber ohne Konsequenz ist alles nichts…

Je verlässlicher und eindeutiger deine Anleitungen sind, desto eher wird dein Hund sie verstehen. Es ist wie ein roter Faden, an dem sich dein Hund entlang angeln kann und er somit auch Sicherheit bekommt.

Es sind klare Grenzen erforderlich. Den Bewegungsfreiraum, den dein Hund für sein Handeln sieht, wird er auch nutzen.

Dein Hund kennt keine anderen Grenzen, als die, die du ihm setzt. Bleibst du bei deinen Anleitungen und Aufgaben konsequent, gibst du deinem Hund die Möglichkeit schneller zu lernen.

Hand aufs Herz: Wie gut beherrscht dein Hund die Grundsignale? Kann er in mancher Situation kein Rückruf oder Bleib mehr, obwohl du es ihm beigebracht hast? Du möchtest, dass dein Hund schneller und effizient lernt?

Dann ist der Themenabend: Wie lernt mein Hund? genau das Richtige für dich!

Hilfreich werden dir vielleicht auch schon die Artikel über Lerngesetze, Lernverhalten
u. ä. sein.

Warum ist die Konsequenz nun so wichtig?

Konsequenz bedeutet für deinen Hund Verlässlichkeit und Sicherheit.
Wenn du von deinem Hund in bestimmten Situationen immer das Gleiche möchtest und verlangst (und sich dieses Verhalten auch für ihn lohnt) weiß er, wie er sich verhalten soll und kann sich daran orientieren.

Drei Beispiele für dich:
(das ich in „Du“ und „dein Hund“ schreibe, dient nicht zum Bloßstellen oder zum schlechten Gewissen machen. Es dient lediglich zur Reflexion 😉)

Beispiel # 1:
Heute Mittag triffst du deine beste Freundin und dein Hund zieht dich zur Begrüßung erst einmal quer über den Parkplatz und er springt sie auch noch freudig an, weil er sich ja soo freut. Klar, darf er meine beste Freundin so begrüßen…. Alle freuen sich und es ist ja auch zu nett, dass er deine Freundin so mag….

Heute Abend triffst du deine beste Freundin nochmal zufällig. Die hat sich für ihr Abend-Date richtig schick gemacht, hat eine nagelneue Strumpfhose zu ihrem Rock an und hohe Schuhe dazu. Was macht dein Hund?

Eigentlich bräuchte ich jetzt nicht weiterschreiben, weil du genau weißt was jetzt passiert. Oder?

Ich tue es trotzdem und verbalisiere es … Also dein Hund stemmt sich natürlich wieder in die Leine und möchte seine Begrüßung so durchziehen wie er es immer tut. Und was machst du? Du ärgerst dich über deinen Hund, der mal wieder in der Leine hängt. Doch woher soll er denn wissen, dass du jetzt plötzlich etwas anderes erwartest?

Beispiel # 2:
Dein Hund springt auf das Sofa. Seine Pfoten sind sauber und dir war eh grad nach Kuscheln, also ist es für dich vollkommen ok und du lässt ihn hoch.

Am nächsten Tag kommt ihr gerade vom Spaziergang und dein Hund hat nicht nur nasse, sondern auch pott dreckige und nach Kuhmist-gut duftende Pfoten. Und plötzlich ist es für dich nicht mehr in Ordnung, dass er selbstständig auf das Sofa springt?????

Dein Hund wird es nicht verstehen, dass es das eine Mal völlig ok ist, während du beim anderen Mal sauer wirst und ihn körperlich wie auch verbal zur Schnecke machst.

Beispiel # 3:
Du spielst fleißig regelmäßig mit deinem Hund Bällchen und Frisbee-„chen“. Natürlich so, dass er wie ein Flitzewind hinterher springen darf und natürlich auch seine Fähigkeiten zeigen kann, das Objekt noch aus der Bewegung heraus zu fangen oder so lange es anzubellen, bis er es endlich bekommt. Super!

Endlich ist der Sommer gekommen und du möchtest natürlich deinen Hund mit an den Badesee oder ähnliches nehmen. Und natürlich spielen da auch Kinder mit Bällchen und Frisbee-„chen“.

Dein Hund ist wieder wie der Flitzewind (so wie er es gelernt hat) bellend hinter den Bällchen her und siehe da, plötzlich ist das überhaupt nicht mehr lustig! Vor allem nicht die tollen Fähigkeiten, die er jetzt „plötzlich“ zeigt. Kurzum, das Geschrei ist groß… Und nun? Da hat sich wohl jemand gewaltig ein Ei gelegt…

Würde also in jeder Situation immer die gleiche Regel gelten:
# 1: „Warte, bis ich dir zur Begrüßung das Freizeichen gebe“,
# 2: „Frage kurz, bevor du auf das Sofa gehst“ oder
# 3: „Darf ich den Ball fangen oder nicht?“

könnte sich dein Hund deutlich besser orientieren und er würde nicht permanent deiner „emotionalen Flexibilität“ an “Ausrastern” und “Unhöflichkeit” ausgesetzt sein!

Jede Regel kann auch verändert werden!
Und nicht jede Regel passt auf jeden Hund!
Doch die Konsequenz bleibt die Gleiche!

Dein Hund sollte nicht alles immer wieder aufs Neue hinterfragen und austesten müssen, welches Verhalten denn welche Reaktion bei dir auslöst.

Es wird sich mit der Zeit eine gewisse Struktur etablieren, an die er sich halten wird, weil es „normal“ für ihn geworden ist.

Von daher empfehlen wir jedem, dass es gewisse Regeln im Alltag und Zuhause gibt, die gelten und auch bestehen bleiben.

Zuverlässigkeit macht es deinem Hund leichter

Wenn du etwas von deinem Hund verlangst, verlange dies konsequent bis der Hund das gewünschte Verhalten auch zeigt.

Hast du ihm ein „Hier“ gesagt, so soll der Hund wissen: „Ich muss es eh machen, also kann ich es auch gleich machen.“

Konsequenz alleine wird deinen Hund aber nicht erziehen. Du musst wissen, WIE du deinem Hund etwas beibringst – nur so wird er gut lernen können und gewünschtes Verhalten auch dauerhaft und in jeder Situation zeigen.

Unser Lesetipp für dich: Lernverhalten

Wenn wir aber konsequent auf etwas bestehen, was der Hund noch gar nicht kann, wird das nicht funktionieren und macht weder dir noch deinem Hund große Freude. Und hier sind wir wieder bei Geheimnis # 2, denn was du konsequent von deinem Hund einforderst, sollte sich eben auch für deinen Hund lohnen!

Zusammenfassung # 3:

  • Konsequenz ist ein wichtiger Baustein zum wohlerzogenen Hund
  • Konsequentes Verhalten gibt Sicherheit und Orientierung
  • Konsequentes Verhalten ist fair
  • Konsequentes Verhalten stärkt eure Beziehung
  • Konsequentes Verhalten ist kompetent
  • Konsequenz hilft deinem Hund, dass er nicht immer aufs Neue testen muss, wie er sich in verschiedenen Situationen verhalten soll
  • Nur so kann dein Hund lernen, dass du das was du sagst auch so meinst

Geheimnis # 3 ist gelüftet. Wenn dir auch dieses Geheimnis gefallen hat, freuen wir uns auf dein Feedback! Gerne darfst du diesen Artikel auch teilen und weiterempfehlen.

Bis bald, Geheimnis # 4 wartet auf dich,

deine Saskia Katharina und Wolfgang

2 Kommentare

  • Tina Simmerle gepostet 12. Februar 2019 21:05

    Danke für einen neuen Artikel! Schön dass jeder einzelne so gut zu lesen ist und alle sehr verständlich geschrieben sind!!! 👍
    Bei meiner Konsequenz holpert es ein bisschen, aber mein Hund lässt es mich immer gleich spüren!! 🙈
    Ich freu mich schon auf das nächste Geheimnis!! 😊
    Danke…….. Tina

    • saskiakatharina gepostet 12. Februar 2019 21:12

      Danke dir für dein hilfreiches feedback! Bleib dran, es lohnt sich und dein Hund hat es verdient!

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