Frustrationstoleranz Teil 3 – Frustrationstoleranz stärken

Frustrationstoleranz Teil 3 – Frustrationstoleranz stärken

Frust gut aushalten zu können halte ich für eines der wichtigsten Ziele beim Aufziehen und Erziehen eines Hundes!

Falls du Teil 1 und 2 verpasst hast:
Frustrationstoleranz Teil 1 – Einstieg
Frustrationstoleranz Teil 2 – Folgen von Frustration

Die Toleranz, wie lange du oder dein Hund Frust ertragen können, kann durch verschiedene Lernprozesse gestärkt und verändert werden.

Etwa durch Belohnungsaufschub (bedeutet, dass die Belohnung nicht sofort, sondern verzögert erfolgt) oder auch Belohnungsreduktion.

Auch hier gilt wie in dem Artikel Lerntheorie beschrieben, dass konzentriertes und ruhiges Verhalten die Grundvoraussetzungen sind um überhaupt lernen zu können!

Die Fähigkeit der Selbstbeherrschung ist eine endliche Ressource, sprich sie ist irgendwann aufgebraucht. Trainieren wir weiter, obwohl der Hund sich weder konzentrieren noch beherrschen kann, wird das frustrierend und zwar für Mensch und Hund!

Zeigt dein Hund im Training bereits Ermüdungserscheinungen, wäre es kontraproduktiv nun in einen Wald zu gehen, wo er schon einmal einen Jagderfolg hatte.

Hundeschule Allgäu - Vorbereitung - Training - Miteinander arbeiten
Die einzige Möglichkeit um seine Energie und seine Frustrationstoleranz wieder „aufzuladen“ ist Erholung, Pause und Entspannung.

Wie kann ich Frust aushalten trainieren?

Es gibt viele einfache Übungen, wie du das Frustaushalten trainieren und stärken kannst. Hier eine kleine Auswahl:

Warten will gelernt sein …
  • Futternapf hinstellen und dein Hund muss auf das Auflösesignal (z. B. OK) warten (Zeit variabel und je nach Trainingsstand deines Hundes)
  • WARTE und NIMM ES Übungen (egal ob mit Futter, Spielzeug, ect.) mit Belohnungsaufschub (sieht je nach individuellen Trainingsstand unterschiedlich aus; Immerbelohnung, regelmäßige Belohnung, variable Belohnung)
  • Während eines Spieles mit Kumpels aus dem Laufen heraus stoppen und zurückrufen
  • Neben dir an lockerer Leine warten, während du mit jemanden redest oder dir Schaufensterscheiben ansiehst
  • Bewegungsreizen widerstehen (Besuch im Tierpark, Kleintierparadies, am Rand einer Hundewiese warten ohne dass dein Hund direkt hin darf, Pferde- und Kuhweiden)
  • Ablenkungsreizen widerstehen (Stadttraining, Bahnhofbesuche, usw.)

Für alle Übungen gilt:
Überfordere deinen Hund nicht!

Achte auf ihn und seine Fähigkeiten, was er leisten kann.

Gib ihm Pausen und übe in vielen kleinen Schritten und kurzen Einheiten und dafür regelmäßig!

Wie du bei deinem Hund und dir Frust reduzieren kannst, erkläre ich dir im nächsten Teil der Reihe.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und ich freue mich wenn du das nächste Mal wieder interessiert dabei bist.

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